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Nur waschechte 90er-Kinder verstehen, warum es richtig geil war, als Kind krank zu sein!

Als Kind war krank sein richtig gut. Nicht, weil die Schule damit ausfiel. (Ok, auch deshalb.) Sondern wegen der tollen Berieselung, die man sich dann nach Herzenslust und ohne Gewissensbisse gönnen dürfte: 90er-TV!

Ich hab mich immer diebisch gefreut, wenn die Eltern meine Schwester zur Schule gefahren haben, während ich mich auf einen Stapel Couchkissen schmeißen und die Glotze anmachen konnte.

Dann gab’s die volle Dröhnung: Begonnen mit Cartoons aka „Trickserien“ :

Wie wär’s denn mit Sinbad? Diese Melodie kriege ich einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Saber Rider:

Das gleiche gilt für Saber Rider, auch wenn es eigentlich immer nur um die erste Zeile geht:

Und mit viel Glück erwischte man auch mal diesen Klassiker im TV:

oder jenen:

Der „Gummibärensaft“:

Syrup krank
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Pappsüße, sirupartige Hustenmedizin, von der man gar nicht glauben konnte, dass sie irgendwas bewirken sollte, außer natürlich toll zu schmecken.

Salzstangen:

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Wenn man allerdings Pech hatte und mit Magen-Darm flachlag, sah die Medizin eher so aus.

in Kombination mit Cola:

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Appetitlich war es aber mit Sicherheit nicht:

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Doch ganz egal, was weh tat, zum Mittagessen gab es immer Buchstabensuppe!

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Bei der man sich immer mit dem Zusammenstellen verschiedener Worte so gut ablenken konnte!

Gut gestärkt ging es dann in die zweite Runde TV – da stand für mich immer gepflegter Trash auf dem Programm, und davon hatten die 90er tonnenweise zu bieten. Der Job des Programmdirektors bei einem der privaten Sender dürfte damals noch einfacher gewesen sein als heute, denn neben Serienwiederholungen musste man einfach nur endlos viele Talk- und Gerichtsshows einplanen.

Sitcom-Zeit:

Zum späten Nachmittag war dann Comedy-Zeit, und ich hangelte mich von einer Sitcom zur nächsten. „Prinz von Bel Air“ war zu der Zeit schon passé, die zweite Generation des US-Entertainments lief auf den Privaten rauf und runter: „Friends“ oder „Alle unter einem Dach“.

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Wer das alles heute noch mal erleben will, der muss sich eigentlich nur mit einer nicht ernstzunehmenden Krankheit anstecken (Schnupfen wäre ideal) und YouTube anschmeißen.
Aber irgendwie ist es vor dem Rechner einfach nicht das gleiche, oder?