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So sahen berühmte Disney-Figuren in ihren ersten Entwürfen aus.

Nicht nur die Filme von Disney gelten als Klassiker – auch die Figuren, mit denen wir mitfiebern, sind ikonisch geworden. Egal, wie stilisiert sie auch wirken: Die Disney-Helden und -Antihelden haben immer etwas Einzigartiges in ihren Gesichtszügen, das sie so erinnernswert und so menschlich macht.

Was selbstverständlich scheint wie eine Schöpfung der Natur, ist in Wirklichkeit das Ergebnis harter kreativer Arbeit und einer Menge Inspiration. Zahllose Vorarbeiten sind nötig, um die Züge einer Disney-Figur en detail auszuarbeiten. Und meist werkelt im Anschluss ein ganzes Bataillon an Grafikern und Illustratoren an der Umsetzung des erarbeiteten Designs. So waren beispielsweise an der finalen Fassung der Pocahontas 55 Spezialisten beteiligt!

Es ist faszinierend zu sehen, welche Überlegungen und visuellen Ideen den Disney-Figuren vorausgingen. Wir haben eine Galerie zusammengestellt, in der wir zeigen, welche Ausgangs-Designs die Grundlage der letztendlich umgesetzten Charaktere bildeten. Hier kommen 20 Konzeptskizzen legendärer Disney-Charaktere!

#1 Die Aristocats (1970)

18 Monate brauchte Chefdesigner Ken Anderson für die Umsetzung der Figuren. Insgesamt waren neun legendäre Disney-Designer involviert.

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#2 Maleficient aus „Dornröschen“ (1959)

Marc Davis, der auch Cruella De Vil und Tinker Bell kreiert hat, zeichnet für die böse Hexe verantwortlich. Ursprünglich sollte Maleficient rot und schwarz tragen…

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#3 Alice aus „Alice im Wunderland“ (1951)

Designerin Mary Blair kreierte die Figur der Alice nach einer Reise nach Südafrika – das Licht und die Farben dort hatten sie fasziniert.

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#4 Belle aus „Die Schöne und das Biest“ (1991)

James Baxter und Mark Henn sind die Künstler, die Belle Leben einhauchten. Vorlage war unter anderem Audrey Hepburn… Später hin sollte sie einen „europäischeren“ Look erhalten als andere Prinzessinnen, an denen die Illustratoren gearbeitet hatten (u.a. Mulan und Jasmin aus „Aladdin“) – sollte heißen: Vollere Lippen und dunklere Augenbrauen.

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#5 Jane Porter aus „Tarzan“ (1999)

Jane sollte in ihrer Art und ihrem Look Minni Driver nachempfunden sein. Die Schauspielerin sprach die Rolle auch in der Originalversion.

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#6 Carl Fredricksen aus „Up“ (2009)

Die Proportionen wie z.B. der übergroße Kopf entsprechen eher Pixar-Karikaturen – lächerlich sollte die Hauptfigur des bewegenden Klassikers allerdings auf keinen Fall wirken.

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#7 Ursula aus „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ (1989)

Designer Glen Keane orientierte sich wenig schmeichelhaft an einer Drag-Queen namens „Divine“. Ursula sollte aussehen wie eine „übergewichtige, vampirhafte Matrone“.

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#8 Pocahontas (1995)

Sie sollte das „Ideal einer Frau“ darstellen. Dazu nahmen die Zeichner Anleihen bei Dyna Taylor, Naomi Campbell und Kate Moss sowie einer historischen Zeichnung von Pocahontas von 1620 (auf der sie allerdings nicht besonders vorteilhaft ausgesehen haben soll).

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#9 Tinker Bell aus „Peter Pan“

Tinker Bell sollte nicht einfach nur eine kleine Fee, sondern auch attraktiv sein. Vorlage bildete, wie man bei der Konzeptskizze gut erkennen kann, u.a. Marilyn Monroe.

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#10 Rapunzel aus „Rapunzel – Neu verföhnt“ (2010)

In dem beeindruckenden Ausgangs-Gemälde sieht man, dass mittelalterliche Bilder sowie Kunst aus Skandinavien die Inspirationsquellen für Illustratorin Claire Keane waren.

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#11 Aladdin (1992)

Das endgültige Gesicht des Helden ist eher klassisch schön – die Vorlage war etwas ungewöhnlicher und sicher ein Wagnis.

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#12 Arielle aus „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ (1989)

Im Scherz sagte Zeichner Glen Keane immer, Arielle sähe aus wie seine Frau. Vorlage war aber tatsächlich Schauspielerin Alyssa Milano.

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#13 Die böse Königin aus „Schneewittchen“ (1937)

Was für ein riesiger Sprung von der Vorlage zur finalen Figur! Auch hier ging es offensichtlich darum, die Figur etwas gefälliger zu gestalten. „Schneewittchen“ war ein früher Klassiker des Mäusekonzerns.

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#14 Flynn Rider aus „Rapunzel – Neu verföhnt“ (2010)

Auf der Suche nach Inspiration luden die Chef-Designer Clark Gable und David Beckham alle Frauen ihrer Abteilung zu einem „Heißer Typ“-Meeting ein. Mitbringen sollten sie Fotos von Männern, die aus ihrer Sicht besonders sexy waren.

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#15 Anna aus „Die Eiskönigin“ (2013)

Traditionelle skandinavische Kleidung war die Vorlage für das Outfit der Prinzessin. Viele behaupten, sie sei Rapunzel etwas zu ähnlich…

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#16 Prinzessin Jasmine aus „Aladdin“ (1992)

Mark Henn, der Illustrator von Jasmine, sollte ursprünglich Aladdins Mutter gestalten. Für die Film-Ästhetik nahm er stilistische Anleihen unter anderem beim Taj Mahal.

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#17 Das Biest aus „Die Schöne und das Biest“ (1991)

Der Film generierte einen Umsatz von 403 Millionen Dollar und war als erster Animationsstreifen für einen Oscar nominiert. Für die Umsetzung hatten die Designer allerdings nur zwei Jahre Zeit statt der disneyüblichen vier…

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#18 Mulan (1998)

Chinesische und japanische Kunst standen Pate für die Figurenwelt von „Mulan“. Außerdem musste es realistisch wirken, dass die hübsche Prinzessin unerkannt als Soldat zur Armee geht.

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#19 Cruella De Vil aus „101 Dalmatiner“ (1961)

Cruella De Vil wurde von Marc Davis gestaltet. Der Künstler setzte zuvor schon Maleficent und Tinker Bell um und gilt als einer der großen Disney-Illustratoren.

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#20 Peter Pan (1953)

Mit Kah, der Illustrator hinter der Figur des Peter Pan, wollte eigentlich Hook gestalten. Er sagte einmal, am schwierigsten sei es gewesen, den Charakter im Flug zu animieren.

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