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Die deutschen Rapper der 90er und 2000er: Das wurde aus Sido & Co.!

Natürlich kennt jeder Sido – trotzdem ist er nur einer der vielen Rapper, die in den 1990er und 2000er Jahren in der hiesigen Rap-Szene den Ton angaben. Zu dieser Zeit beschlossen nämlich viele „Straßenpoeten“, ihren Gedanken und Gefühlen auch auf Deutsch Ausdruck zu verleihen, obwohl sie sich natürlich stark am US-amerikanischen Vorbild orientierten. Auf diese Art wurden sie zu Vorbildern für viele Jugendliche wie auch für die heutigen Rapper á la Capital Bra, die derzeit die Charts stürmen. Doch was ist eigentlich aus „Oldschool-Rappern“ wie Kool Savas und Sido geworden? Wir sagen es euch…

#1 Kool Savas

Kool Savas ist bereits seit Mitte der 1990er Jahre in der Rap-Szene aktiv und veröffentlichte gleich mit seinem ersten Studio-Album „Der beste Tag meines Lebens“ 2002 einen Meilenstein – damit erreichte er Platz 6 der deutschen Charts. Savas Yurderi, wie der Rapper bürgerlich heißt, ist weiterhin sehr erfolgreich und landete mit dem Kollaborations-Album „Royal Bunker“, das er mit Sido aufnahm, im Jahr 2017 auf Platz 1 der deutschen Album-Charts.

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#2 DJ Tomekk

Der deutsche Hip-Hop DJ mit polnischen Wurzeln war zunächst in den USA erfolgreich, bis er Anfang der 2000er mit Hits wie „Ich lebe für Hip-Hop“ auch hierzulande von sich reden machte. Mit der Zeit wurde es jedoch stiller um den vielseitigen Musiker – ein Comeback-Versuch im Jahr 2014 scheiterte. Seit einigen Jahren legt Tomekk, der mit echtem Namen Tomasz Kuklicz heißt, eher in kleineren Clubs auf. Trotzdem geht es beruflich weiter für den Künstler voran: Gerade hat er sein Buch „Ich lebe für Hip-Hop“ veröffentlicht.

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#3 Eko Fresh

Bereits mit 15 Jahren und dem passenden Titel „Ich bin jung und brauche das Geld“ sorgte Ekrem Bora alias Eko Fresh für Furore. Unterstützt wurde er damals von seinem ehemaligen Mentor Kool Savas. Mittlerweile hat Eko Fresh bereits sein zehntes Studio-Album veröffentlicht und auch ein eigenes Plattenlabel gegründet.

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#4 Absolute Beginner

Die „Beginner“ wurden in den 1990ern in Hamburg gegründet und standen mit ihren ironischen Texten im Kontrast zu der textlich sonst oft sehr düsteren und ernsten Rap-Szene. Bestehend aus Jan Delay (Phillip Eißfeldt), Denyo (Dennis Lisk) und DJ Mad (Guido Weiß) waren sie lange Zeit nicht aus den Charts wegzudenken. Nach dem großen Erfolg legten die Musiker eine siebenjährige Pause ein, die sie im Jahr 2011 beendeten. 2016 wurde das Erfolgsalbum „Advanced Chemistry“ veröffentlicht. Kürzlich sorgten die Beginner aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit Rüpel-Rapper „GZUZ“ für Schlagzeilen.

#5 Die Firma

Die Kölner Jungs von Die Firma starteten 1996 durch, hatten mit dem Song „Die Eine“ jedoch erst 2005 ihren größten Hit. Seitdem ist es sehr viel ruhiger um Tatwaffe (Alexander Terboven), Def Benski (Benjamin Hartung) und Daniel Sluga geworden, obwohl die einzelnen Mitglieder weiterhin Musik produzieren – so wie beispielsweise Tatwaffe mit dem Rapper Tami.

#6 Sido

Sido galt als einer der größten Stars des Rap-Labels „Aggro Berlin“ und wurde für seinen „Weihnachtssong“ nicht nur von Hip-Hop Fans gefeiert. Paul Hartmut Würdig, wie der Rapper bürgerlich heißt, ist heutzutage sogar noch erfolgreicher als damals: Er ist nicht nur in Sendungen wie „The Voice“ zu sehen, sondern hat sogar sein eigenes Plattenlabel gegründet. Auch über den Erfolg seiner eigenen Musik kann er sich nicht beklagen – und landet mit seinen Singles und Alben immer wieder auf den Spitzenpositionen der Charts.

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Welche dieser Rapper hast du damals gefeiert? Welche hörst du heute noch? Sag‘ es uns in den Kommentaren!