Musikszenen 2000er
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Die besten deutschsprachigen Hits der 90er

Von Schlager über Hardrock bis Techno – Für jeden war was dabei! Streaming? Iphone? Bluetooth? All das gab es in den 90’ern nicht! Musik aber schon und sie war sogar richtig gut. Wer sich diese reinziehen wollte, konnte damals beispielsweise Radio hören. Erinnert ihr euch noch an die Hits der 90er?

Dieser Moment, wenn der Radiomoderator in das Lied hereinlaberte…

Besonders beliebte Musik wurde dabei oft auf Kassette aufgenommen, um sie anschließend immer wieder abspielen zu können.

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Blöd war dabei nur der gefürchtete Moment, in dem der Radioreporter in das Lied hereinlaberte. Oder ein Bandsalat, der war mindestens genauso ärgerlich. Mit der Zeit konnte die Musik dann auch mobil gehört werden, erst mit Hilfe des Walkmanns und später, als die CD’s die Kassetten ablösten, durch den Discman.

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Mit der Ablösung der Kassetten durch CD‘s wurden Radiosongs auch immer weniger aufgenommen, sondern eher auf CD’s gekauft, die zu Hause oder sogar in modernen Autoradios bequem abgespielt werden konnten.

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Aber was wurde da so gehört? Wir zeigen euch heute die besten deutschsprachigen Songs des Jahrzehnts. Da waren schon einige Kracher dabei, überzeugt euch selbst:

1990: Das Erfolgsjahr des Matthias Reim

Das Jahr 1990 war sicher eines der absoluten Highlights für Blondschopf Matthias Reim. Erst haute er mit „Verdammt ich lieb dich“ eine absolute Nummer 1 raus, um kurze Zeit später mit „Ich hab geträumt von dir“ noch einen weiteren Hit folgen zu lassen.

Um Liebe ging es bei den kugelrunden Wildecker Herzbuben auch, im Vergleich zum poppigen Beat des Matthias Reim ging es in „Herzilein“ jedoch deutlich langsamer und gemütlicher zu.

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Wer mehr auf markige Texte stand, der war zum Beispiel bei Torfrocks „Beinhart“ goldrichtig. Und auch ein absoluter Feier-Klassiker erblickte 1990 das Licht der Welt, „Flieger grüß mir die Sonne“ von Extrabreit wird schließlich nicht umsonst noch 26 Jahre später auf diversen Feiern geschmettert.

1991: Wind of Change – die Hymne der Wiedervereinigung

1991 wurde es erstmal sentimental, denn im Zuge der deutschen Einheit veröffentlichten die Scorpions mit „Wind of Change“ eine Hymne, die bis heute stellvertretend für die Wiedervereinigung steht. Matthias Reim knüpfte zeitgleich nahtlos an die Erfolge des Vorjahres an und brachte mit „Ich habe mich so auf dich gefreut“ das nächste Liebeslied mit Popklängen raus. Danach wurde es ulkig, denn „Ich bin der Martin, ne“ von Dieter Krebs sowie „Das ganze Leben ist ein Quiz“ von Hape Kerkeling waren nicht ganz ernst gemeint. Fetenhit des Jahres: „Aloha Heya He“ von Achim Reichel.

1992: Die Geburtsstunde der legendären Fanta4

Kurze Zeit später hielt der Techno in Deutschland Einzug. Einer der absoluten Dance-Kracher, der hierzulande, trotz englischem Text aufgeführt werden muss: „Das Boot“ von U96-DJ Alex Christensen aus Hamburg.

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Im Jahr 1992 setzte übrigens auch eine bis dato recht unbekannten Truppe aus Stuttgart eine erste Duftmarke: Die fantastischen Vier veröffentlichen ihre Single „Die da!?!“.

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Hape Kerkeling sorgte mit „Hurz“ wieder einmal für jede Menge Spaß und Mario Jordan schrieb mit „Welch ein Tag“ ursprünglich einen Text für eine Bierwerbung, der ab diesem Moment allerdings auch immer wieder bei besonders schönen Ereignissen gespielt wurde.

1993: Kampf dem Faschismus

Ein Jahr, in dem gleich zwei sehr namenhafte Bands jeweils einen starken Song gegen Rechtsextremismus herausbrachten: Die Toten Hosen gingen mit „Sascha“ ins Rennen, die Ärzte mit „Schrei nach Liebe“.

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Beide Lieder waren sehr erfolgreich und spiegelten die Meinung vieler Deutscher wieder. Humor durfte aber auch nicht fehlen, dafür fühlten sich diesmal die Prinzen mit „Alles nur geklaut“ verantwortlich. Ach ja, „Edelweiß“ von Raumschiff Edelweiß war ebenfalls nicht ganz ernst gemeint.

1994: Als der Berg rief…

1994 wurden die Beats wieder schneller. Sowohl Mo-Do mit „Eins Zwei Polizei“ als auch K2 mit „Der Berg ruft“ sorgten für jede Menge Tempo und Partystimmung zugleich. Lucilectric trällerte zeitgleich ihren Song „Mädchen“ und sprach damit reichlich jungen Girlies aus der Seele.

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Und wie jedes Jahr gab es auch in diesem etwas Cooles in Sachen Klamauk, diesmal Helge Schneider mit „Katzeklo“.

1995: „Sie ist weg“ vs. „Ich lieb dich“

Weiterhin war computergesteuerte Musik total angesagt. Ganz weit vorn in diesem Jahr: Das Modul mit „Computerliebe“ sowie Mark Oh mit „Tears don’t lie“.

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Langsamer und auch deutlich melancholischer ging es bei den fantastischen Vier zu, ihr „Sie ist weg“ hatte wenig mit Party zu tun. Pur war auf der entgegengesetzten Spur unterwegs, ihr „Ich lieb dich“ ließ Frauenherzen höher schlagen, während Die Prinzen mit „Du musst ein Schwein sein“, wiederum etwas ganz anderes predigten.

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Spaß-Song des Jahres: Wigald Boning und Olli Dittrich, die als Die Doofen mit „Mief“ ein Lied herausbrachten, das wenigen stank.

1996: Der Siegeszug der zehn kleinen Jägermeister

Tic Tac Toe tauchten auf der Musikbühne auf und ihr erster Hit „Ich find dich Scheiße“ hatte es gleich in sich.

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Auch Blümchen feierte ihr Debüt vor großem Publikum, in 1996 veröffentliche sie äußerst erfolgreich gleich zwei Titel, erst „Herz an Herz“ und danach „Kleiner Satellit“.

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1996 legte Wolfgang „Wolle“ Petri übrigens den Grundstein für ein absolutes Glanzstück, sein Song „Die längste Single der Welt“ hielt sich nämlich bis 1998 in den Charts! Einer der Jahreshits schlechthin: „Zehn kleine Jägermeister“ von den Toten Hosen. „Sexy Eyes“ von Bürger Lars Dietrich war auch ganz witzig.

1997: Tic Tac Toe auf dem Aggro-Trip

Nachdem Tic Tac Toe im Vorjahr sehr erfolgreich waren, setzten sie kurze Zeit später noch einmal einen drauf und brachten gleich der Lieder mit jeweils tollen Chartplatzierungen raus. Interessant dabei: War die Single „Warum?“ noch recht traurig, bekamen die Männer bei „Mr. Wichtig“ und „Verpiss dich“ erstmal ordentlich ihr Fett weg.

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Richtig laut wurde es bei Rammstein, ihr „Engel“ hatte ordentlich Dampf, welcher bei Konzerten zusätzlich mit jeder Menge Pyrotechnik untermalt wurde. Sabrina Setlur alias Schwester S mit „Du liebst mich nicht“ und Freundeskreis mit „A-N-N-A“ schlugen dagegen eher leisere Töne an. Leichte Kost für die Liebe lieferte wieder mal Pur ab, „Wenn du da bist“ hörten etliche Frauen gern.

1998: Oli P. mit Flugzeugen im Bauch

Erst als Soapstar erfolgreich, dann am Mikro: 1998 coverte Olli P. mit „Flugzeuge im Bauch“ sehr erfolgreich einen alten Klassiker. Sabrina Setlur trug zeitgleich ihren Teil dazu bei, dass ein gewisser Xavier Naidoo in der Öffentlichkeit auftauchte, sie sang mit ihm den Hit „Freisein“, während der viel zu früh verstorbene Künstler Falco mit „Out of the Dark“ noch einmal eine ganz starke Single an den Start brachte.

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Witt/Heppner besangen zeitgleich „Die Flut“, die Ärzte „Ein Schwein namens Männer“ und Herberg Grönemeyer „Bleibt alles anders“.

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Und natürlich wurde es auch wieder witzig in den Charts, z. B. mit Richie „SupaRichie“ sowie Guildo Horns „Guildo hat euch lieb!“, der es sogar mit seiner Band, den orthopädischen Strümpfen, zum Eurovision Song Contest schaffte und dort gar nicht mal so unerfolgreich war.

1999: Das war mal kreativ: MFG – Mit freundlichen Grüßen!

Im Vorjahr noch mit Sabrina Setlur unterwegs, feilte Xavier Naidoo weiter fleißig an seiner Solokarriere. Der Song „Sie sieht mich nicht“ zum Film Asterix und Obelix war für ihn ein weiterer großer Schritt nach vorn.

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Die Band Echt hatte zu der Zeit auch nicht den besten Draht zu Frauen, der Titel „Du trägst keine Liebe in dir“ sagt ja schon alles. Oli P. war da mit „So bist du (Und wenn du gehst…)“ schon deutlich freundlicher gestimmt. Total chillig unterwegs waren die fantastischen Vier mit „MFG“, was an Lässigkeit wohl nur von den Ö la Palöma Boys getoppt wurde, wobei ihr „Ö La Palöma“ nicht jedermann sonderlich gut fand.

Was waren eure Highlights damals? Lasst es uns wissen!

Wie sieht das Ganze bei euch aus? Habt ihr einige eurer Favoriten in den oben genannten Zeilen wiedergefunden? Welcher Song war damals euer absoluter Favorit? Haben wir einige Highlights vergessen? Dann teilt es uns in der facebook-Kommentarfunktion mit und schwelgt gemeinsam mit uns in Erinnerungen…

Übrigens: Wenn euch dieser Text gefallen hat, dann hinterlasst hier oder gern auch direkt auf der Seite unseres Kolumnisten Thomas Bentler ein Like. Bestimmt hauen wir dann in Kürze weitere Highlights aus den 90‘ern für euch raus… 😉