Philosophische Filme
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10 Filme, die dich garantiert zum Nachdenken bringen!

Klar gibt es Filme, die der reinen Unterhaltung dienen, und dir uns einfach aus dem langweiligen Alltag befreien sollen. Komödien wie „Hangover“ sorgen sicher für eine gute Zeit, werden uns jedoch in den seltensten Fällen zu philosophischen Höhenflügen verleiten.

Anders sieht es jedoch bei vielen anderen Werken der Filmkunst aus: Regisseure und Drehbuchautoren versuchen, uns eine bestimmte „Botschaft“ vermitteln, über die wir nachdenken sollen, ohne zu „predigen“.

Von Mel Gibson bis Seth Macfarlane, von Federico Fellini bis Ridley Scott und natürlich Hitchcock haben Filme Botschaften, welche jeweils unterschiedlich verpackt sind – vom symbolischen Geschichtenerzählen bis hin zu cleveren Subtextdialogen. Hier 10 Filme, die besonders zum Nachdenken anregen!

#1 „Cocktail für eine Leiche“, Alfred Hitchcock, 1948

Hitchcock, der Meister der Spannung, spielt mit seinem Publikum, stößt es ab und lockt es in eine Welt des Schreckens. Cocktail für eine Leiche ist einer seiner kühnsten Filme überhaupt, der bewusst als One-Shot-Film konzipiert wurde: ein Experiment in Echtzeit, sozusagen. Der Film basiert auaf dem Leopold-Loeb Fall von 1924, der Geschichte zweier Jurastudenten in Chicago, die einen 14-jährigen Jungen aus „Spaß“ ermordeten, um zu beweisen, dass sie einfach davonkommen könnten.

#2 „Der ewige Quell“, King Vidor, 1948

Hierbei handelt es sich um eine Adaption von Ayn Rands Roman. „Der ewige Quell“ ist ein Melodram über Individualismus, aufgenommen im expressionistischen Stil. Der Film zeigt Gary Cooper als unabhängigen Architekten, der darum kämpft, seine Integrität zu wahren. Außerdem geht es um die amerikanische Architektur, Ethik und diverse politische Prinzipien.

#3 „Der siebente Siegel“, Ingmar Bergman, 1957

Regisseur Ingmar Bergman, der für viele epische Meisterwerke bekannt ist, drehte den „siebenten Siegel“ als ein filmisches Modell des Existenzialismus – es geht die apokalyptische Suche eines Mannes nach einem Lebenssinn. Die außergewöhnliche Geschichte handelt von einem Ritter, der den Tod zu einem schicksalhaften Schachspiel herausfordert.

#4 „Das süße Leben“, Federico Fellini, 1960

In diesem Film spielt Marcello Mastroianni einen Klatschjournalisten, der sich nicht entscheiden kann, was er als Nächstes tun soll, und sich fühlt, als wäre er in einer Kiste gefangen. Es scheint, als ob Fellini versucht, mit seinem Publikum über die sieben Todsünden zu sprechen, die im Film in sieben verrückten Nächten und Morgenstunden geschehen.

#5 „Meine Nacht bei Maud“, Eric Rohmer, 1960

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Die Geschichte handelt von einem jungen Ingenieur (Jean), der eine attraktive blonde Frau, die eine gläubige Katholikin ist, beobachtet. Aber diese ganze Mission wird auf Eis gelegt, als er auf seinen Freund (Pascal) trifft, der den ganzen Abend damit verbringt, über Religion und Philosophie zu diskutieren.

#6 „Die letzte Nacht des Boris Gruschenko“, Woody Allen, 1975

Woody Allen hat es mit dieser Satire über alles Russische – von Fjodor Dostojewski bis zu Sergej Eisenstein-Filmen – geschafft, seine kafkaeske Angst und kierkegaardsche Furcht zu einer Komödie über Krieg und Frieden, Verbrechen und Bestrafung sowie Väter und Söhne zu verbinden.

#7 „Willkommen, Mr. Chance“, Hal Ashby, 1979

Peter Sellers spielt einen einfachen Gärtner, der das Anwesen seines Arbeitgebers Ben nie verlassen hat, bis dieser stirbt. Die Dinge werden wirklich interessant, als es um Bens Beerdigung geht. Der Präsident und andere politische Entscheidungsträger diskutieren über die Wahl des nächsten Präsident und Chauncey (Peter Sellers) wird ihr Favorit.

#8 „Mein Essen mit André“, Louis Malle, 1981

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Andre Gregory und Wallace Shawn spielten sich selbst und schrieben auch das Drehbuch für diesen Film, der von zwei Männern handelt, die in einem schicken Restaurant zu Abend essen und über das Leben diskutieren. Ja, das ist die ganze Handlung. Klingt vielleicht minimalistisch, ist es jedoch nicht.

#9 „Blade Runner“, Ridley Scott, 1982

Der Film zeigt, was es bedeutet, wenn die ethische Entwicklung des Menschen nicht mit der technischen Schritt hält. Natürlich kommen dabei die unterschiedlichsten Fragen auf: Wenn künstliche Intelligenz in einen Körper gebracht würde, der menschlich aussieht und handelt, würde er dann als Mensch betrachtet werden? Würden sich Androiden in irgendeiner relevanten Weise von den Menschen unterscheiden, die sie geschaffen haben? Existenzialismus pur!

#10 „Barton Fink“, Coen Brothers, 1981

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In diesem wichtigen Film der Coen-Brüder geht es um Barton Fink, dessen Leben als Künstler zerstört wird, als er nach Hollywood kommt. Der Film porträtiert Fink als einen machtlosen intellektuellen Mann, der sich selbst verkauft, während er sich selbst sagt, dass er das Richtige tue.


Hast du einen dieser Filme geschaut? Was hältst du von dem philosophischen Potential dieser Klassiker? Sag‘ es uns in den Kommentaren!