Matrix Wahrheiten
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10 Fun-Facts, die du über „Matrix“ sicherlich noch nicht wusstest!

Als „Matrix“ im März 1999 in die Kinos kam, begriffen die Zuschauer, dass sie etwas ganz Besonderes sahen, auch wenn sie es nicht genau verstehen konnten. Der Film verband eine unglaublich berauschende Sci-Fi-Kulisse mit Kung-Fu-Action im Hongkong-Stil und bizarren Spezialeffekten, wie sie noch nie zuvor auf dem Bildschirm zu sehen waren.

Natürlich kennen wir jetzt das Vermächtnis von „Matrix“ – er gilt als einer der größten Science-Fiction-Filme aller Zeiten, und sein Überraschungserfolg hat die Art, wie Filme dieses Genres gemacht werden, für immer verändert.

Doch Anfang der 90er Jahre hatte Hollywood kaum Grund, zwei unbekannten und unkonventionellen Filmemachern (den Wachowskis) mit einer Idee für einen Film, der – rein konzeptionell – völlig verrückt klang, zu vertrauen. Schauen wir uns daher einmal genauer an, wie es einer der einflussreichsten Filme der Neuzeit auf die Leinwand geschafft hat.

#1 Die Basis für „Matrix“ war ein echt schlechter Film

Matrix hätte es wohl nie auf die Leinwand geschafft, wenn es nicht „Assassins“ gegeben hätte – den 1995er Film mit Antonio Banderas und Sylvester Stallone, bei dem Richard Donner Regie führte. Es war das zweite Skript der Wachowskis. „Assassins“ wurde von dem legendären Produzenten Dino De Laurentiis ausgewählt, der es prompt an Warner Bros. für das Fünffache seines Preises verkaufte. Die erste wirkliche Hollywood-Erfahrung der Wachowskis war auch nicht besser: Drehbuchautor Brian Helgeland (der unter anderem „L.A. Confidential“ und „Mystic River“ schrieb) wurde beauftragt, das Drehbuch zu überarbeiten – mit der Subtilität eines Presslufthammers.

#2 Die Wachowskis hätten fast nicht Regie geführt

Die Wachowskis hatten eine Beziehung zum „Assassins“-Produzenten Joel Silver aufgebaut, dem sie schon früh ihr Drehbuch für „Matrix“ zeigten. Laut „Wired“ war er sofort begeistert. „Als ich anfing, das Drehbuch für ‚Matrix‘ zu lesen, wollte ich Regie führen“, erinnerte er sich, „aber dann sagten die [Wachowskis]: ‚Wir wollen das machen.'“ Silver machte es jedoch anders: Er ließ die beiden erst einmal „Bound“ schreiben – einen Streifen über ein lesbisches Paar. Hier konnten die Wachowskis zunächst ihr Talent unter Beweis stellen – auch als Regisseure.

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#3 Das Storyboard war verrückt

Lana Wachowski scherzte in einem „Buzzfeed“-Interview, dass die Produzenten von der Handlung des Films so verwirrt waren, dass niemand verstand, warum die Helden die Matrix nicht einfach „wie den Todesstern“ sprengen konnten. Offensichtlich brauchte es mehr als nur die Worte im Drehbuch, um die gemeinsame Vision der Wachowskis zu illustrieren, also wandten sie sich vernünftigerweise an ein Paar talentierter Illustratoren – Steve Skroce (der unter anderem für Marvel an „Spider-Man“ und „Gambit“ gearbeitet hatte) und Geof Darrow (am bekanntesten für seine Arbeit an der Frank Miller-Serie „Hard Boiled“).

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#4 Die Besetzung sah mal ganz anders aus

Produzent Davis behauptet, dass Keanu Reeves nicht die erste Wahl der Wachowskis für die Rolle des Neo war – das sei Johnny Depp gewesen. Das Studio wollte Brad Pitt. Doch dieser lehnte die Rolle ab, ebenso wie Val Kilmer und Will Smith. Neos Rollenbesetzung wurde schließlich auf die Wahl zwischen Depp und Reeves (die Warner Bros. bevorzugte) reduziert, bevor Reeves schließlich besetzt wurde.

Samuel L. Jackson wurde für die Rolle des Morpheus in Betracht gezogen, ebenso wie Gary Oldman. Das Studio legte sich auf Sean Connery fest, der jedoch ablehnte – was zum Casting von Laurence Fishburne führte. Für die Nebencharaktere wurden alle möglichen weniger bekannten Namen in Betracht gezogen, da das Studio hier offenbar Geld sparen wollte. In diesem Fall fiel die Wahl weibliche Nebenrolle auf Carrie-Anne Moss. Moss hat erklärt, dass sie „keine Karriere“ hatte, bevor sie als „Trinity“ besetzt wurde.

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#5 „Matrix“ wurde in Australien gedreht

Sogar vor ein paar Jahrzehnten waren 60 Millionen Dollar noch ein ziemlich bescheidenes Budget für einen großen Sci-Fi-Actionfilm. Um das Produktionsbudget bestmöglich zu nutzen, wurde „Matrix“ Sydney (Australien) gedreht.
Es wurden insgesamt 30 Sets gebaut, die meisten davon für die eher futuristisch anmutenden Umgebungen wie das Innere von Morpheus‘ Schiff, der „Nebukadnezar“. Aber das größte Set stand für einen eher banalen Ort – das Regierungsgebäude, in dem die wahnsinnige Schießerei des zweiten Aktes stattfindet. Das Set nahm einen ganzen Block ein und erforderte ein „Translight“ (einen Hintergrund, der von hinten beleuchtet wird, um völlig realistisch zu wirken). Es war etwa ein halbes Fußballfeld lang und vier Stockwerke hoch.

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#6 Sie riskierten nicht das gesamte Budget

An sich wurde zunächst nur ein Budget von 10 Millionen von den Studios freigegeben. Da die Wachowskis wussten, dass dies nie und nimmer reichen würde, mussten sie sich etwas einfallen lassen. Wie Special Effects-Kreativkopf John Gaeta beschreibt, war die Produktion für 90 Tage geplant, und ab einem bestimmten Punkt wurde deutlich, dass sie deutlich im Zeitplan zurückfiel. Also heckten die Wachowskis und Gaeta einen Plan aus, um dem Studio mehr Geld aus der Tasche zu leiern: Übers Wochenende bearbeiteten sie die Eröffnungssequenz und die visuellen Effekte, fügten einige temporäre Soundeffekte hinzu und schickten sie ans Studio. Somit sah es aus, als ob die Produktion fast schon unter Dach und Fach wäre, was zur Genehmigung der vollen 60 Millionen führte.

#7 Die Kampf-Choreografie kam direkt aus Hong Kong

Die Wachowskis stellten sich vor, dass die Kampfszenen in „Matrix“ stark auf schnellen Kampfkunst-Elementen und Bewegungen, wie sie normalerweise in Hongkong-Action-Filmen zu sehen sind, basieren sollten. Um dies zu erreichen, wussten sie, dass sie fachkundige Hilfe brauchen würden – also entschieden sie sich, sich direkt an den weltweit besten Kampfkunst-Choreographen zu wenden, Yuen Woo-ping, den Mann, der Jackie Chan zum Star machte.

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#8 Die Schauspieler trainierten monatelang

Schon früh stand fest, dass die Schauspieler ihre Stunts selbst würden machen müssen – doch sie wurden nicht gerade wegen ihrer extremen körperlichen Fitness oder ihrer Fähigkeiten als Kampfkünstler ausgewählt. Um die Kampfszenen des Films zu bewältigen, wurden Reeves, Moss, Lawrence Fishburne und Hugo Weaving (Agent Smith) einem absolut brutalen Trainingsplan unterzogen, der selbst erfahrene Profisportler an ihre Grenzen gebracht hätte.

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#9 Es wurde eine eigene neue Kamera-Technik erfunden

Einer der einprägsamsten und ikonischsten Beiträge von „Matrix“ zur Pop-Kultur erforderte eine völlig neue Kamera-Technik, um auf dem Bildschirm erscheinen zu können. Es ist der Effekt, der als „bullet time“ bekannt ist, und obwohl er in den Jahren seit dem Release von „Matrix“ millionenfach referenziert, imitiert und parodiert wurde, war er 1999 absolut atemberaubend. Eine solcher Special Effect war noch nie zuvor gesehen worden.

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#10 Matrix teilt sich das Set mit einem ähnlichen Film

Als man mit der Produktion für „Matrix“ in den Fox Studios in Sydney begann, war ein anderer Film gerade abgeschlossen worden. „Dark City“ wurde 1998 veröffentlicht und passt von der Thematik und dem visuellen Design her sehr zu Matrix. Zumindest letzteres ist kein Zufall; einige der Sets von Dark City, einschließlich der Dächer, über welche Trinity flüchtet, wurden in „Matrix“ wiederverwendet.

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